Am 9. März findet im Anschluss an den Weltfrauentag (8. März) ein bundesweiter Frauenstreik statt. Dieser wird durch das Töchter-Kollektiv organisiert und ruft alle Frauen in Deutschland auf, jegliche Arbeit (Erwerbsarbeit, Care-Arbeit) niederzulegen. Nach dem Vorbild von Island möchte die Organisation damit erreichen, Druck auf die Politik auszuüben, um Gleichstellung, Frauenrechte und die Umsetzung der Istanbul-Konvention zum besseren Schutz vor Gewalt durchzusetzen.
„Der Frauenstreik macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt. Er zeigt, was passiert, wenn wir unsere Arbeit niederlegen.“
Island hat 1975 in einem Frauenstreik das gesamte Land stillgelegt und damit deutlich gemacht, wie wichtig die Arbeit von Frauen, insbesondere die unbezahlte, für das Land ist. Im internationalen Vergleich ist kein Land so nah an der tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau, wie Island. Es ist also möglich!
Bereits über 100 Städte in Deutschland haben sich dem Anliegen des Töchter-Kollektivs angeschlossen. Viele davon auch in Baden-Württemberg, unter anderem Stuttgart, Esslingen, Tübingen, Konstanz, Aalen, Schwäbisch Hall und auch Heilbronn. Wir sehen in dieser Aktion eine echte Chance, für Aufmerksamkeit zu sorgen, wichtige Themen wie Gewaltschutz nicht wieder in der Schublade verschwinden zu lassen und Druck auf die Politik zu machen, Gleichstellung endlich mehr auf die Agenda zu nehmen.
„Ohne uns steht vieles still. Und mit uns bewegt sich dieses Land hin zu Gleichstellung, Gerechtigkeit und einer starken Demokratie.“
Mehr Infos zum Frauenstreik gibt es beim Töchterkollektiv unter: https://toechterkollektiv.de/ oder auf Instagram: @toechter.kollektiv